Nachhaltigkeit lernen - Agenda 21 an der EHS

2003 beschlossen Lehrer- und Schulkonferenz der EHS im Rahmen einer Erziehung zur Nachhaltigkeit die Teilnahme unserer Schule an der Kampagne „Agenda 21 in der Schule“ des Landes NRW. Die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung umfasst die ökologische, die ökonomische, die soziale und die globale Dimension. Dieses Schulentwicklungsvorhaben ist im Schulprogramm der EHS verankert. Aufgrund der bisher erzielten Bildungserfolge zeichnete das Land NRW die EHS und ihre Partnerschulen aus Ungarn (Budapest) und Usbekistan (Buchara) 2005, 2008 und 2012 als Agenda-21-Schulen – Schulen der Zukunft“ aus. Die EHS engagiert sich nun in der laufenden NRW-Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit 2012 – 2015“.

 

Unser Nachhaltigkeitsprojekt wurde außerdem in den Jahren 2007/08 und 2009/10 als offizielles Projekt der Weltdekade der Vereinten Nationen 2005-2014 „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ gewürdigt. Eine erneute Anerkennung streben wir für die Jahre 2013/2014 an.

Auszeichnung der Schüler der EHS, der Gádor-Schule und der Schule Nr. 4 in Buchara durch die UNESCO 2009 in Bonn
Auszeichnung der Schüler der EHS, der Gádor-Schule und der Schule Nr. 4 in Buchara durch die UNESCO 2009 in Bonn

Warum nachhaltige Bildung?

Auf der Konferenz der Vereinigten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro wurde im Juni 1992 die „Agenda 21“ beschlossen. Dieses Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert, dem auch die Bundesrepublik Deutschland beigetreten ist, spricht alle wesentlichen Bereiche einer umweltverträglichen, sozialen und nachhaltigen Entwicklung unter dem Motto „Global denken … lokal handeln“ an.

 

Die Kommune ist die Ebene, auf der die „lokale Agenda 21“ am effizientesten umgesetzt werden kann. Unser Projekt „Nachhaltigkeit lernen – Agenda 21 an der EHS“ korrespondiert mit der heutigen Erfahrungswelt der Schüler/innen, an denen die öffentlichen Diskussionen um die drohende Klima-Katastrophe, die Verteuerung von Energie, die Risiken der Atomenergie und die Ressourcen-Verknappung ebenso wenig spurlos vorüber gehen wie zunehmende Gewalt und die Probleme der Globalisierung.

Durch unser Nachhaltigkeitsprojekt möchte die Emilie-Heyermann-Realschule diese Zukunftsängste aufgreifen und so kanalisieren, dass sich die Schülerschaft aktiv, konstruktiv und zukunftsorientiert mit dieser Thematik auseinander setzt. Im Sinne der entsprechenden Richtlinien- und Lehrplan-Inhalte des Landes NRW sollen die Schüler/innen im Rahmen dieses Projektes Einsichten in die Notwendigkeit eines respektvollen und sozialen Miteinanders und des Umwelt- und Klimaschutzes auf lokaler und globaler Ebene erwerben.

 

Ganz wesentliches didaktisches Ziel der EHS ist, dass sich die Schülerschaft mit den Problemen praxisnah, handlungs- und projektorientiert sowie fächer- und klassenübergreifend auseinandersetzt. Dank der dabei gewonnenen Qualifikationen erfahren die Schüler/innen, dass eine positive Zukunftsgestaltung möglich ist. Sie werden dadurch zu Meinungsmultiplikatoren für eine lebenswerte Umwelt von morgen.

Die durch Energieeinsparungen erzielten Minderausgaben der Stadt Bonn wurden bis 2010 zur Hälfte an die Schule zur freien Verfügung ausgezahlt. Hinzu kommen die Einnahmen durch die schuleigene Photovoltaik-Anlage und aus der Beteiligung an der genossenschaftlichen BürgerEnergie Rhein-Sieg eG. So beschert das Projekt den Schüler/innen direkte Erfolgserlebnisse und eröffnet ihnen Möglichkeiten, auch Maßnahmen an der EHS umzusetzen, die finanzielle Investitionen nötig machen (z.B. in den Bereichen der regenerativen Stromerzeugung, des Sozialen Lernens und einer Bewegung und Sport fördernden Schulhofgestaltung).

 

Die Untersuchung des Energiehaushaltes der EHS, die Realisierung von Einsparmöglichkeiten durch Veränderungen im Nutzer-Verhalten und durch technische Verbesserungen sowie die Beschäftigung mit alternativer Energiegewinnung fördern außerdem ganz im Sinne der „Öffnung von Schule“ den Kontakt und die Zusammenarbeit z.B. mit der Stadtverwaltung und den Stadtwerken, mit politischen Gremien, mit Energieagenturen und auf dem Energie-Sektor innovativen Unternehmen sowie mit anderen Schulen, den Universitäten und den Fachhochschulen.