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25 Jahre Schüleraustausch Budafok-Bonn

Budapest/Bonn. Überwältigt von der ungarischen Gastfreundschaft kehrten jetzt die Schülerinnen und Schüler der Umwelt-AG der Emilie-Heyermann-Realschule von einem fünftägigen Besuch an der Gádor-Schule im Budapester Stadtbezirk Budafok zurück.

Seit 25 Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen dem Stadtbezirk Bonn und dem Stadtbezirk Budafok. Genau so lange unterhalten die Gádor-Schule und die Heyermann-Realschule freundschaftliche Beziehungen und pflegen mit Unterstützung beider Stadtbezirke den Jugendaustausch. Anlässlich des Jubiläums besuchten kürzlich Budafoker und Bonner Politiker - darunter die Bezirksbürgermeister Ferenc Karsay und Helmut Kollig - die Realschule am Venusberg. Mit einem fesselnden Vortrag veranschaulichten die Schüler den Politikern 25 Jahre Jugendaustausch und die enge, vom Land NRW und von der UNESCO mehrfach ausgezeichnete Zusammenarbeit beider Schulen beim Umwelt- und Klimaschutz.

Aufgrund des Jubiläums lud nun die Gádor-Schule die Umwelt-AG der Bonner Realschule nach Budapest ein. „Schon bei unserer Ankunft wurden wir auf das Herzlichste mit Plakaten und Rosen von den ungarischen Gastfamilien, bei denen wir wohnen durften, begrüßt“, freute sich Anna Audehm, Klasse 10a: „Wir wurden in den Familien wie eigene Kinder umsorgt.“

In der Gádor-Schule hießen sie Bezirksbürgermeister Ference Karsay, Schulleiterin Evá Maróthy und Konrektorin Èva Béky, die treibende Kraft des Austauschprogramms auf ungarischer Seite, auf einem Empfang willkommen. Anschließend stürzten sich alle Bonner Jugendlichen mit ihren neuen ungarischen Freunden in einen naturwissenschaftlichen Projekttag. In Deutsch und Englisch stellten die Schüler aus Bonn in reich bebilderten Vorträgen ihren ungarischen Kollegen zwei deutsche Naturwissenschaftlicher vor, nämlich Alexander Koenig, den Gründer des Bonner Museums Koenig, und Alfred Wegener, der herausfand, dass sich die Kontinente bewegen.

In gemischt ungarisch-deutschen Gruppen experimentierten die Jugendlichen dann den ganzen Tag. Dabei war die Funktion der Sinnesorgane ein Schwerpunkt. Die deutsche Gruppe führte Versuche zur Funktion der Augen durch. „Toll fanden wir aber auch physikalische Experimente. So durften wir z.B. einen Flugapparat konstruieren, der ein rohes Ei vom höchsten Teil des Schulgebäudes sicher auf den Schulhof transportieren sollte. Das hat sogar geklappt“, freuten sich zwei ungarische Mädchen mit ihrem Mitarbeiter Thomas Böhm, Klasse 10a.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Erkundung Budapests. Auf Deutsch erläuterten die ungarischen Jugendlichen ihren Gästen zahlreiche Sehenswürdigkeiten dieser europäischen Metropole. „Der Burgberg, die Fischerbastei und das Parlament haben uns am meisten beeindruckt. Super war aber auch der Besuch einer großen Tropfsteinhöhle“, fand Masha Hahn, Klasse 7a. Im „Tropicarium“ erforschten die Jugendlichen den tropischen Regenwald, das Leben in den Weltmeeren sowie die Gefährdung dieser Lebensräume durch den Menschen.

Das Wochenende verlebten die Bonner Gäste in den Budafoker Familien. Die Gastgeber fuhren mit den deutschen Besuchern u.a. an den Plattensee, besuchten die wunderschöne Barock-Stadt Eger oder Esztergom mit Ungarns größter Basilika.

„Der Besuch bei unseren ungarischen Freunden war der absolute Höhepunkt unserer Arbeit in der Umwelt-AG in diesem Schuljahr und zugleich ein schöner Abschluss unserer Schulzeit an der Heyermann-Schule“, fasst Osman Sahi aus Klasse 10a zusammen: „Mit uns geht auch unser AG-Leiter Dr. Michael Pacyna, der pensioniert wird.“ Der Lehrer war sehr gerührt, als sich die Lehrer der Gádor-Schule bei ihm mit einem Festessen, einem Tisch-Feuerwerk, einem Pokal und einer Urkunde „für die ausgezeichnete Arbeit im Bereich Umweltschutz und Schüleraustausch“ zwischen 1991 und 2016 bedankten.

Emilie-Heyermann-Schule

Robert-Koch-Str. 36

53115 Bonn

 

Tel.: 0228/777470
Fax: 0228/777475
Email: ehs@schulen-bonn.de

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